Heisse Hüpfer
Wiedermal ist Rincewind schuld!

27 Juli 2010

Die Geschichte

Einerseits: Der Bibliothekar der unsichtbaren Universität ist krank, keiner weiss so genau was ihm fehlt und daher machen sich der Erzkanzler, der Dekan und noch andere Zauberer auf die Suche nach dem Geografen. Doch leider finden sie ein Tor zu einem anderen Ort, doch der Gesuchte bleibt verschwunden. Aber da sie schon mal an dem geheimnisvollen Ort sind, oder besser an dem Strand, werden sie das ganze mal erkunden, vielleicht findet man den Geografen ja doch noch. Aber im laufe ihrer Suche bemerken sie, dass die Pflanzen nicht so sind wie man es erwartet, eigentlich ist alles etwas komisch.

Andererseits: Am Arsch der Welt, äh, auf dem letzten Kontinent irrt Rincewind umher, auf der Suche nach... Wasser. Auch hier scheint alles irgendwie eigenartig zu sein. Ein sprechendes Känguru das aus einer Zeichnung an einer Felswand hüpft verfolgt ihn, erst findet er nichts gescheites zu essen dann aber unter einem Stein ein Tost, oder sonst was leckeres... Nur Wasser, hier scheint es seit Urzeiten nicht mehr geregnet zu haben und schuld ist?!? Natürlich Rincewind. Denn mit seinem auftreten an diesem Ort hat er alles durcheinander gebracht, die Zeit, den Raum... Und dummer Weise ist er es ganz alleine der das ganze wieder in Ordnung bringen kann oder besser muss! Also hat der alte, schlechte Zauberer wieder mal ein Grosses Abenteuer vor sich das sich gewaschen hat!

Am Ende: Finden die Zauberer auf der Insel heraus wie sie wieder nach Hause kommen? Findet Rincewind eine Möglichkeit die Zeit und den Raum wieder ins Gleichgewicht zu bringen und von allem, findet er noch Wasser? Was keiner von allen weiss ist, es hängt doch alles zusammen.


Erster Satz:

Eine Schildkröte zieht vor den Sternen vorbei, viel Elefanten auf ihrem Rücken.


Meine Meinung

Was soll ich sagen, erst kam ich nicht wirklich in die Geschichte rein, dann gings ne Weile gut dann verlor ich ständig wieder den Fanden. Irgendwie scheint mir diese Geschichte noch abgedrehter zu sein als die anderen. Das Thema an sich, Evolution, Zeit und Raum, war eigentlich eine geniale Idee, doch es war mir einfach dieses mal zu viel des Guten. 

Der Lesefluss war dem entsprechend, manchmal ziemlich Harzing. Fand ich total schade, auch wenn es wieder den ein oder andere Lacher gab. Aber wie gesagt, ich hab schon bessere von Pratchett gelesen.



Fazit

Kann man lesen, muss man aber nicht.


Sieben verdammt lange Tage
Ein Trauerritual, eine verkorkste Familie, gleich Probleme!

18 Juli 2010

Geschichte

Das Familienoberhaupt, Ehemann und Vater, der jüdischen Familie Foxmans, ist verstorben. Eigentlich war dieser nicht grade ein sehr gläubiger Mensch. Doch unerwarteter Weise ist sein letzter Wunsch der, das die ganze Familie Schiwa sitzt. Heisst, 7 Tage im Kreis der engsten Familie auf kleinen Stühlchen sitzen und trauern und dem Vater und Ehemann gedenken. Eigentlich sollte man meinen das sollte keine Probleme geben aber es ist ein kleines Kunststück alle zusammen zu bringen, denn seit die Kinder erwachsen sind, geht eigentlich jeder seiner Wege und wenn sie dich mal  länger zusammen sind, gibt es Streit und alle sind nur Gennervt. Denn diese Familie ist alles andere als eine perfekte. Emotional total verstockt, jeder der Beteiligten mit seinen eigenen Problemen beschäftigt muss sich in den kommenden 7 Tage wohl dem letzten Willen des Vaters beugen um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Aber wie vermutet läuft die Zeit des Schiwa-Sitzens nicht ohne das ein oder andere Problem ab.

Erster Satz: 
"Dad ist tod", bemerkte Wandy leichthin, als käme das öfters vor, oder täglich.


Meine Meinung

Ja, wir wissen das der Tod eine Familie entweder wieder zusammen bringen oder sie entzweien kann. Und auch hier scheint der Tod des Familienoberhaupts nicht grade zur Vereinigung beizutragen. Judd, eins der 4 Kinder des jüdischen Ehepaares ist der Erzähler der Geschichte. Durch ihn lernen wir was Schiwa sitzen ist, was es bedeutet und vor allem warum sich die Geschwister seit 2 Jahren aus dem Weg gehen und es vermeiden länger aufeinander zu sitzen.

Mit viel Sarkasmus, Ironie und schwarzem Humor werden wir durch die 7 Tage Trauerzeit geführt, bekommen Einblicke in ganz private Erlebnisse und Erinnerungen der ganzen Familie. Jeder der einzelnen Charakter kann man Mitgefühl entgegen bringen denn keiner von ihnen hat es leicht.

Manchmal etwas überspitzt und doch mitten aus dem Leben gegriffen, könnte es so, oder ähnlich, irgendwo in einer Familie ablaufen. Dies verleiht der Geschichte zwar die Traurigkeit aber dennoch ist sie  witzig, voller Zärtlichkeit und lässt einen Hoffnungschimmer zurück. Vorausgesetzt man liest zwischen den Zeilen und kann die leisen Töne hören die man leicht überlesen kann.

Was mir auch sehr gefallen hat war einfach die Sprache, sie ist nicht verschnörkelt, gar undverblümt. Es wird frei nach Schnauze geredet und das macht die ganze Geschichte eben noch etwas glaubhafter.  


Fazit

Eine wunderbare Geschichte die mit dem Tod und deren Folgen auf eine sehr humoristische, sarkastische und ironischen Weise aber doch mit viel Gefühl umgegangen wird.



An dieser Stelle möchte ich mich noch beim Knaur Verlag für diese Möglichkeit bedanken als Testleserin für dieses Buch ausgesucht worden zu sein. Es hat wirklich Spass gemacht!


Ballade # 2
Der Tanz der Feen

09 Juli 2010

Geschichte

James, ein wirklich talentierter Dudelsackspieler bekommt von der Muse Nuala einen Pakt vorgeschlagen, dieser sieht vor das sie ihn inspiriert, doch natürlich hat das ganze einen Hacken. Allerdings will James nichts von der Feen, geschweige denn von einem Packt wissen. Und so muss sich Nuale wohl was einfallen lassen. Dazu kommt noch, das er genug andere Probleme hat, wie das nachtrauern seiner grossen Liebe. Doch Dee scheint kein Interesse an ihm zu haben. Seine Bemühungen verliefen immer irgendwie im Sand. James scheint nach dem Aussehen nach der coole Typ zu sein dem alles schnurz egal ist aber so es es eben nicht. Dem es wohl auch nichts ausmacht das er sie nicht erreicht, aber die sarkastischen Sprüche die er immer auf den Lippen trägt täuschen über das nachdenkliche und sehr verletzliche Wesen hinweg, das er eigentlich ist. Er will doch nur glücklich sein und hofft das sein Leben nach dem schweren Unfall im letzten Jahr, endlich wieder in ruhigen Bahnen verläuft. Aber er hat nicht mit der Fee Nuale gerechnet, denn dieses geheimnisvolle Wesen lässt sein Herz höher schlagen. Und was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiss ist, das ein erneutes Abenteuer auf ihn wartet. 

Ein Abenteuer das ihn, sein Kumpel, Dee und auch andere betrifft. 
Ein Abenteuer das aufs neue alles von ihm abverlangen wird...


Der erster Statz:

Die Jägerin zu sein, daran war ich gewöhnt.

Meine Meinung

Ich muss sagen, ich wusste nicht das dieses Buch eine Fortsetzung von Lamento ist. Ich war dann etwas unsicher ob mir das Buch an sich gefallen wird, ob ich es verstehe weil mir allenfalls die Vorgeschichte fehlen wird. Aber das Buch hat mich neugierig gemacht und hab es so unvoreingenommen zu lesen begonnen.

Und ich war begeistert!! Nicht nur weil man es auch lesen kann ohne das man den ersten Teil kennt, sondern weil ich mit meinem ersten Feenroman wirklich Freude hatte. Das liegt zum einen daran das diese Feen nicht dem üblichen süssen Klischee entsprechen sondern sie zwar durchaus schön und betörend sind aber dennoch hinterhältig und durchtrieben sind.  

Wer mir am besten gefallen hat war James. Ein Junge, cool, frech, selbstsicher, hübsch... so ganz oberflächlich doch unter dieser Schale steckt ein wirklich feinfühliger, sensibler und nachdenklicher junger Mann, der schon vieles gesehen hat. Sein Charakter ist wirklich super beschrieben, er berührt einen und lässt einen mitfühlen. Dee, seine grosse Liebe kommt erst ziemlich kalt rüber aber auch sie ist gefangen in ihrer Unsicherheit, sie ist auf der Suche nach... Ja nach was? Und Nuala, die freche doch auch sehr sympathische Fee, die man einfach mögen muss, genau wie James immer nen frechem Spruch auf der Lippe, aber wenn man etwas tiefer geht schnell merkt das auch sie einfach nur unsicher ist und auf der Suche nach einem anderen Dasein ist.

Die Autorin hat es echt geschafft die Orte, die Atmosphäre und die Charaktere bildhaft zu beschreiben. Auch die Düfte, man konnte sie förmlich riechen ;) Der Duft ist ein sehr wichtiges Fragment in diesem Feenroman.


Fazit


Eine fantastische Geschichte mit mythischen Gestalten, die man auch lesen kann ohne den ersten Teil zu kennen.



Und an dieser Stelle möchte ich dem Pan-Verlag noch mal danken das sie mir dieses Buch als Rezi-Exemplar zu Verfügung gestellt haben.