Die Séance
Serienmorde in Orlando

26 Januar 2011

Geschichte

Christie ist ein junges Mädchen als sie merkt das sie anders ist als andere. Sie hat das 2. Gesicht, die Gabe, wie es ihre Grosseltern und auch Vorfahren nennen. Ihre Familie stammt nämlich aus Irland ab und es ist nicht so aussergewöhnlich wenn es jemanden in der Familie gibt die mit Geister kommunizieren kann. Christie's erster Geist war ausgerechnet ihr Grossvater. Doch als sie der Oma und ihrer Mutter erzählte was er für sie ausgerichtet hat, wollten die Mutter davon nichts wissen, sie meinte es wäre alles nur ein Traum und das sei völlig normal wenn man trauere aber sie müsse die Menschen damit verschonen denn sie würde anderen damit nur Schmerzen verursachen. Und so verdrängte sie ihre Gabe, sie verdrängte sie so gut das sie irgendwann wirklich nicht mehr an Geister glaubte, dachte das vor 12 Jahren wirklich alles nur ein Traum war...

12 Jahre nach diesem Erlebnis mit ihrem Grossvater verstirbt auch die Grossmutter und sie vermacht Christie das Haus. Das Haus mit all den schönen Erinnerungen, ein altes Haus, denn es wurde von der Familie erworben als der Bürgerkrieg noch gar nicht statt gefunden hatte. Aber Christina freute sich darüber und zieht nach Orlando, Florida, um Grossmutters Haus zu ihrem zu machen. Alleine wird sie da nicht sein, denn noch immer wohnten da alte Freunde, Bekannte und ihr Cousin. Also sollte es ihr nicht schwer fallen sich da schnell wieder einzuleben, doch da hat sie die Rechnung wohl ohne all die Komplikationen gemacht, die sie vom ersten Tag des Einzugs an begleiten. Denn eine Mordserie beginnt und wirft die Stadt ins Angst und Schrecken, denn vor 12 Jahren endete eine genau gleiche Mordeserie an jungen, bildschönen und rothaarigen Frauen. Alle dachten damals das der Serienmörder geschnappt, nein gar erschossen wurde, doch jetzt beginnt alles wieder, wieder verschwinden junge, rothaarige Frauen. Wieder auf die selbe Art und Weise und die Polizei fragt sich ob sie wohl den Falschen erwischt haben, damals, oder es nur ein Nachahmer ist der sein Unwesen treibt. Christina passt genau in dieses Opferschema, sie ist jung, bildschön und Rothaarig! Doch als wäre das nicht genug, hat sie vom ersten Tag an das Gefühl als würde jemand in ihrem Haus sein Unwesen treiben, ist ihr der Mörder schon auf der Spur? Lauert er ihr schon auf? Wenn ja, warum kann er in das Haus?

Das Christis Gabe in diesem Fall mal wichtig würde, hätte wohl keiner gedacht, nicht mal sie selber, die nicht mal mehr an Geistert glaubt...

Erster Satz:

Christie öffnet die Augen.


Meine Meinung

Der Titel sagt sicher viel über die Geschichte des Buches aus, doch ist es nicht das Hauptthema, denn die Séance ist nur ein kleiner und sehr Kurzerteil der Story. Aber es zeigt was das Hauptthema ist, nämlich Geister. Das Cover ist schön, alles ist mattiert, nur der Schriftzug der Autorin ist leicht glänzend. Also mir gefällt's.

Der Schreibstil ist nicht besonders aber flüssig und locker, so das man gut voran kommt in der Geschichte. Es hat viel Dialog und ich find das spannend. Man hat das Gefühl eher involviert zu sein. So zu sagen, man steht dabei.

Ich fand die Geschichte wirklich gut, sie hat mir gefallen. Warum dann nur 3 Punkte, nur ein Gut? Nun, die Geschichte fängt spannend an, doch sie verliert diese schnell und es plätschert eine Weile so dahin und man fragt sich wann es dann jetzt endlich mal zur Sache geht, aber wenn man da etwas durchhält schafft es die Autorin noch die Kurve zu kriegen und sie kann die Spannung noch mal aufbauen. Für meinen Geschmack kam aber das Paranormale zu kurz. Vielleicht habe ich auch zu viel erwartet, anhand der Kurzbeschreibung und wegen dem Titel hat man ja doch schon einige Vorstellungen. Aber alles in allem war das Buch gut und hat mich doch unterhalten. Wer mal was lockeres zwischen durch lesen möchte, ist mit dem Buch sicher nicht verkehrt.

Christie ist die Protagonistin, sie wird zwar gut charakterisiert aber manchmal ist sie mir zu oberflächlich. Vielleicht auch manchmal etwas zu... hm... stur? Zickig? Weiss nicht, aber dennoch ist sie einem Sympatisch. Dann wär da noch Jed, der auch noch sehr wichtig wird, er hat fast mehr Facetten als Christina und ist auch etwas tiefgründiger. Und man kann gut mit ihm mitfühlen. Alle anderen sind was sie sind, Nebendarsteller. Also auch hier bekommt die Autorin von mir nicht die volle Punktzahl.



Fazit

Ein Paranormaler-Thriller für zwischen durch, aber nichts das uns Nachts nicht mehr schlafen lässt.



Ich bedanke mich beim Mira-Taschenbuch-Vrelag für die Bereitstellung dieses Rezi-Exemplars.


Solange du mich siehst
2 Kurzchschichten

20 Januar 2011

Geschichte

2 Kurze Geschichte um die Liebe, beide auf ihre Weise magisch und können verschiedener nicht sein.

Im Lächeln der Erinnerung
Wie wichtig sind Erinnerungen? Egal ob gute oder schlechte, freudige oder traurige? Ja, sie sind wichtig, sie machen das aus, was wir zum Teil sind. Sie verwurzeln uns mit der Vergangenheit, mit dem woher wir kommen und prägen gleichzeitig das was noch vor uns liegt. Die Zukunft. Würde es etwas nützen wenn wir Erinnerungen verändern können? Wären wir dann nicht ein Stück ärmer? Oder würde es uns Erlösung bringen? Und genau diese Überlegungen treibt den Mann dazu an eine magische Maschine zu erfinden, mit der er das Leben der Menschen verändern kann. Doch, was ist mit seinem Leben? Mit seinen Erinnerungen?

Das Mädchen im Spiegel
Lila, eine junge Frau, schön und glücklich steht kurz vor ihrer Vermählung. Das sie aber genau an diesem Tag eine verheerende Entscheidung trifft, hätte sie nicht gedacht und so wird sie mit der Vergangenheit konfrontiert, die nicht nur sie betrifft...


Die ersten beiden Sätze:

"So ein schöner Tag", sagt sie.

"Gelli, Grelli, ich bin da!

Meine Meinung

Hübsch, wie alle ihre Bücher, mit Schleifchen, Blumen, zart und Blau. Der Titel find ich zwar nicht grade aussagekräftig, denn man kann sich nicht viel darunter vorstellen, ist zu schwammig, aber es ist wohl schwer einen passenden Titel für 2 Geschichten zu finden. Der Titel der ersten Geschichte finde ich auch nicht grade so passend, da gefällt mir das Original um weiten besser, der da nämlich heisst "The Memory Maker" Der Titel der 2. Geschichte passt und wurde auch 1 zu 1 übersetzt.

Das innere des Buches ist auch schön gestalltet, wie ich finde. Hab extra ein Foto gemacht...




Ich muss gestehen, ich kannte bis jetzt die Bücher von dieser Autorin nicht. Klar, ich hab schon viel gehört, ich weiss das ihre Bücher sehr gut ankommen und das ein oder andere steht bei mir sogar auf der Wunschliste aber bis jetzt hab ich es nicht geschafft eins zu lesen. Aber ich bin positiv überrascht! Sie schreibt wirklich wunderschön, nicht nur die Worte die sie wählt, sondern mehr wie sie diese zu einer bezaubernden Geschichte zusammen fügt, einfach super. Die beiden Geschichten lesen sich wirklich sehr leicht, man wird schnell von den Gefühlen der Protagonisten und der Geschichte mit gezogen und das Buch ist einfach viel zu schnell vorbei, was bei 112 Seiten leider kein Wunder ist.

Die Geschichten bezaubernd auch wenn sie einen Hauch von Melancholie und Trauer ins sich bergen. Aber ich denke genau das macht der Charme dieser Geschichten aus. Es ist eine gute Mischung aus Fantasy und realem Leben. Auch die Themen der beiden Geschichten, worauf ich jetzt nicht gross drauf eingehen will, find ich alles andere als banal. Sind es doch die Fragen die jeden beschäftigen. Den einen mehr den anderen weniger. Also für mich wird es sicher nicht das letzte Buch gewesen sein das ich von Cecelia Ahren lesen werde.

Was die Personen angeht, da haben wir einmal Judith, eine geheimnisvolle Person, von der wir nicht viel wissen und dennoch mein Herz auf eine ganz spezielle Weise berührt hat. Dann Lila, die kleine Freche, das kleine aufgeweckte Mädchen das später eine erwachsene Frau ist die ihren schönsten Tag wohl anderes vorgestellt hat und Grelli, die Oma, die alles für ihre Enkelin tun würde... All diese Personen sind trotz der Kürze der Geschichte sehr nah, man kann sie fast vor sich stehen sehen, man fühlt was sie fühlen...

Fazit

Der Autorin ist es mehr als nur gelungen 2 Kurzgeschichten zu schreiben die einen unterhalten, nein, sie verzaubern einen regelrecht.


Bevor ich sterbe

18 Januar 2011

Geschichte

Tessa ist ein 16 jähriges Mädchen, aber sie ist nicht wie alle Teenis in dem Alter, denn sie geht nicht mehr zur Schule seit sie die Diagnose Leukemie bekommen hat. Die Ärzte sagen schon früh das sie nicht alt werden wird, das sie sich drauf einstellen soll, das es irgendwann soweit sein wird das der Körper keine Kraft mehr hat zu kämpfen. Doch das ist noch so weit weg, denn Tess hat sich eine Liste auf die Wand über ihrem Bett gekritzelt, eine Liste mit Dingen die sie vor ihrem Tod noch hinter sich bringen, erleben will. Da wären sicher mal Sex, Drogen, für einen Tag berühmt sein und mehr. Und Zoey, ihre beste Freundin soll sie dabei unterstützen. Schliesslich ist sie noch die Einzige mit der sie Kontakt hat seit sie nicht mehr zur Schule geht. Ihr Vater hat seinen Job aufgegeben als Tess die Diagnose bekam. Seit diesem Zeitpunkt an kämpft er da weiter wo Tess nicht mehr will oder kann, behandelt sie vorsichtig und sanft als wär sie ein hoch zerbrechliches Stück aus Glas. Ihr kleiner Bruder nimmt das ganz sachlich zur Kenntnis, wie es kleinere Kinder halt manchmal noch so tun, doch ihre Mutter will das Ganze nicht wirklich wahrhaben, sie mahlt sich immer noch aus, als wär das etwas, was wieder vergeht, sie lebt schon lange nicht mehr mit ihrer Familie zusammen und so hat Tess eigentlich nur noch ihren Vater der Stark für sie ist.

Leider nimmt die Krankheit einen schnelleren Verlauf als die Ärzte dachten und als Tess und ihr Vater es sich erhofft haben. Es kommt die Zeit wo Tess sich dem sterben stellen muss... Ob sie alles auf der Liste befindliche erleben kann? Ihre Träume und Hoffnungen sind geplatzt, wie Seifenblasen, aber alles was bleibt ist?

Erster Satz: 

Wenn ich doch nur einen Freund hätte.



Meine Meinung

Der Titel sagt eigentlich schon alles, es lässt kein Happy End zu. Man weiss eigentlich vor dem Lesen schon das Tess sterben wird. Das Bild auf dem Buch vermittelt aber gleichzeitig eine gewisse Leichtigkeit, wenn nicht gar Fröhlichkeit, was durchaus mit der Geschichte zu vereinbaren ist.

Die Autorin hat das Buch so geschrieben wie das Thema nun mal ist, nüchtern. Ohne viel Schnörkel und ohne dem blumigen zwischen durch, das so manches Buch verpasst bekommt wenn es um Teenis geht. Es ist klar, deutlich und ehrlich, so empfand ich es auf alle Fälle.

Ich finde es nicht einfach ein Buch mit diesem Thema so zu schreiben, so, das es nicht überheblich, arrogant oder unglaubwürdig rüber kommt, aber Jenny Downham hat es geschafft das Thema so realistisch wie möglich anzugehen. Und das erst noch in einem Debüt! Mit viel Gefühl versetzt sie sich in Tessa, die weiss das sie viele Dinge nicht mehr mit erleben wird. Die weiss das sie bald sterben muss.

Die Gefühl die sie in Tessa hineinschreibt sind so gut getroffen, so  realistisch das man sie förmlich mit fühlt. Egal ob das jetzt die Zeit  ist wo sie schwach ist, ihren Spass hat, voller Wut ist oder Angst, es  ist spürbar und dass macht es eben so real. Ich find es schön das es ihr gelungen ist Tess gleichzeitig so stark und doch so zerbrechlich  wirken zu lassen, so wie es wohl alle sind in so einer Situation. Auch der Vater hat sie sehr plastisch rüber bringen können. Seine Ambivalenz. So viel muss er aushalten, genau wie der kleine Bruder. Nur die Mutter, irgendwie kam sie für mich doch etwas zu flach rüber, kann natürlich auch davon kommen das sie nicht so ne grosse Rolle mehr spielt im Leben von Tessa, aber das ist nur ganz am Rande ein winziger Abbruch ;)


Fazit

 Ein gelungenes Debüt über das Leben, das Sein und das Sterben. Gefühlvoll und realistisch!


Nachricht von Niemand
Geheimnisvolle eMails

12 Januar 2011

Geschichte

Lu, eigentlich Luise, ist eine junge Studentin die eigentlich ihre Doktorarbeit schreiben sollte. Doch sie braucht Geld und sucht sich grade eine neuen Job. Ihr Leben ist eher langweilig und sie würde leiber etwas mehr so sein wie ihre jüngere Schwester Marion. Diese reist um die Welt, lebt mal hier mal da, während sie selber ihr einfaches, langweiliges und gewöhnliches Leben lebt. Doch eines Tages ändert sich das, denn eines Abends, als sie sich ihre Mails anschaut, liegt da ein E-Mail einer unbekannten Person im Postfach. Der Absender will wohl anonym bleiben denn der Absender sagt schon viel aus und zwar lautet die Adresse: noone@hotmail.com. Lu öffnet die Mail und liest...

19.März 2009 01:11:31 

Guten Tag alleswissender,dieses Mail mag ihnen verrückt erscheinen, aber ich habe ihre Adresse in einem Verteiler entdeckt und seitdem muss ich immer daran denken. alleswissender@gmx.at, und ich weiss, es ist nicht so gemeint, aber es hat mich so berührt, aus irgendwelchem Grund, und nun schreibe ich ihnen, einfach so, und ich hoffe, dass Sie mir antworten.

Lu weiss erst nicht was sie machen soll, holt Rat ein und entschliesst sich dann zurück zu schreiben. Erst unsicher, dann neugieriger und nach einer Weile kann sie eigentlich nicht mehr ohne sein und freut sie auf Antwort, es scheint als würde ihr Leben dann durch diese Korrespondenz doch etwas aufgewertet, Geheimnisvoller...



Meine Meinung

Das Cover ist schlicht gehalten, hell, aber nicht weiter besonders. Der Teilausschnitt des Gesichtes wird wohl darauf hinweisen das da eine Person dahintersteht die man nicht wirklich erkennen, erfassen kann, der Titel klingt spannend, verspricht eine interessante Story

Die Geschichte ist flüssig geschrieben, nicht sehr aufwendig und ohne Schnörkelein, manchmal aber auch etwas langweilig. Aber ich denke das musste so sein, denn freche Sprüche hätte einfach nicht zu der Protagonistin gepasst. 

Ehrlich, die ganze Geschichte ist nicht das was ich erwartet habe, auch wenn die Idee super gewesen wäre, doch die Story plätschert meist so dahin, es passiert nicht viel neues, aber vieles widerholt sich. Es geht hauptsächlich um die verrückte Mutter, die unglückliche Affäre, und eben um ihr langweiliges Leben. Die E-Mail-Korrespondenz dreht sich meist auch etwas im Kreis bis dann der Wendepunkt, kurz vor Schluss kommt. Das Ende war für mich zwar ne Überraschung, aber einfach viel zu Kurz. Warum geb ich dennoch 3 Sterne? Einfach weil ich es für ein Debüt dennoch gut finde und die Idee an sich sehr gut ist. Und wer weiss, vielleicht hatte ich einfach viel zu hohe Erwartungen an die Geschichte, die Personen.

Luise hat mich meist etwas genervt, warum? Einfach weil sie manchmal echt Phlegmatisch war. Für mich hatte sie einfach zu wenig tiefe. Aber wie sollte sie die auch bekommen wenn man immer um das gleiche kreist, man erfährt einfach viel zu wenig von ihr. Was schade ist. 

 

Fazit


Trotz einigen Mängel kann man das Buch lesen, vielleicht besser zum berieseln geeignet als für eine tiefe Unterhaltung.

Ich bedanke mich auf diesem Weg noch beim Haymon-Verlag für dieses Rezensions-Exemplar



Cowboysommer
Der verhängnisvolle Sommer

08 Januar 2011


Inhalt

Hansjörg, Alias Gönggi, ist 17 als er sich entscheidet für die FC Blue Stars zu spielen. Er tut sich immer schwer in eine schon bestehende Gruppe zu kommen aber das es so gut läuft hätte er nicht gedacht. Da trifft er auf den gleichaltrigen, wenn auch völlig gegensätzlichen, Boyroth, der eigentlich Walter Roth heisst. Doch die gemeinsame Liebe zum Fussball wie auch zur Musik verbindet sie tiefer als sie es am Anfang vielleicht gedacht haben. Und so scheint es irgendwie auf Anhieb zu stimmen und der Sommer 1974 wird für die Beiden ein Sommer der ihr Leben wohl für immer prägen wird. 

Die beiden Jungs verbindet eine tiefe Freundschaft, der eine ist Vorbild, der andere himmelt den anderen an und möchte so sein wie dieser. In dieser Freundschaft macht man auch nicht viele Worte, denn man versteht sich auch ohne viel Geplapper. Und so ist dann auch Hansjörg enttäuscht, oder gar verletzt, als Boyroth mit einem anderen Kumpel die Ferien verbringt. Da dachte er sich, machst dich alleine auf den Weg die Welt zu entdecken und packt seinen Rucksack und zieht los gen Norden.

Die Sommerferien werden für beide Jungs zum Wendepunkt, es soll der Sommer der Initiation werden, jeder für sich, auf seine Weise. Als die Ferien dann zu Ende sind, Hansjörg zurück kommt, erfährt er was in seiner Abwesenheit passiert ist, ein tragischer Unfall in Boyroths Familie hat statt gefunden und hat alles verändert.

Wird die Freundschaft dass überleben? Werden die beiden Jungs einen Weg finden das zusammen zu überstehen? Der Sommer 1974, ein Sommer der alles verändert hat.

Erster Satz:
Wäre ich ein Mädchen, ich würde mich auf der Stelle in dich verlieben.


Meine Meinung

Zarte Farben, rosa, lila, blau... sehr schön. Der Blick auf den See, ein leeres Floss, Himmel und Erde verschmelzen. Und mit dem Titel zusammen erzeugt das Ganze ein sehr melancholisches Bild. Ich seh da ein Mann am Ufer stehen, in die Weite blickend... sinnierend. Tolles Cover!

Leise, zart, feinfühlig. so ist der Schreibstil von Hansjörg Schertenleib. Mit leiser Stimme und schönen Worten wird die Geschichte der beiden Freunden erzählt, mit Wehmut der wirklich gut durch kommt. Es fällt mir immer dann besonders auf den wenn die Sprache sehr direkt, gar manchmal etwas ordinär wird. Man erwacht aus der sanften Erzählung und denkt sich... "Huch, was war dass denn, das passt so gar nicht zum Rest", aber doch... es gehört eben dazu. 

Es ist nur ein Ausschnitt des Lebens von Hansjörg, ein Sommer, also nicht mehr als ein paar Monate, doch die sind so wichtig, das sie für immer im Gedächtnis bleiben. Der Roman ist zu 50% autobiografiesch, so der Autor selbst. Was schlussendlich alles so passiert ist und was nicht, spielt eigentlich keine Rolle denn es geht um Freundschaft, um Liebe, die Zeit des erwachsen werdens und den Tod. Ich finde dem Autor ist es wirklich sehr gut gelungen all die Gefühle dieser Zeit wider zu geben, mit all ihren Widersprüchlichkeiten. Auch in der Zeit die es sich zu trägt wird wirklich gut beschrieben, man errinntert sich selber so gut daran, und was für mich halt noch sehr witzig war ist, das man alles kennt, denn alles passiert in Zürich.

Auch hier ist es Herrn Schertenleib gelungen den Personen die Tiefe zu geben die sie brauchen um sich mit ihnen zu verbünden, oder sich mit ihnen zu identifizieren, denn sie haben so viele Facetten die er fein anklingen liess.


Fazit

Wer Bücher mag die leise aber nennoch laut sind, die zärtlich aber dennoch hart die Realität treffen, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.



Kühlfach 4
Aufgewacht im Leichenschauhaus

05 Januar 2011

Geschichte

Sachscha, alias Paschen, ist ein Kleinkrimineller. Er klaut Autos. Dass ihm dieses einfache Handwerk mal so übel mit spielt und sein Leben deswegen abrupt ein Ende nimmt, und dass in so jungen Jahren, hätte er wohl nie gedacht. Doch, was nach seinem vermeintlichen Tod passiert noch viel weniger! Denn... nur sein Körper ist tot, liegt jetzt auf der Gerichtsmedizin, wo er gekonnt von einem Mann, Namens Gänsewein, opduziert wird. Was er da dann hört gefällt ihm gar nicht und so mischt er sich kurzerhand in den Verlauf der Obduktion ein, das dies vielleicht verehrende Folgen haben könnte, an die hat er nicht gedacht, denn schliesslich kann es für ihn ja nicht mehr schlimmer kommen!

Der Gerichtsmediziner, Martin Gänsewein, auch er hat sich wohl nie Gedanken gemacht wer so vor ihm liegt, das ändert sich natürlich schlagartig als er die Stimme von Pascha, hört. Klar glaubt er erst das dies gar nicht möglich ist, versucht sich dagegen zu wehren aber es hilft nichts, den der Grosspurige Pasche mit der grossen Schnauze macht es ihm nicht grade leicht. Und so begibt sich Dr. Gänsewein in sein Schicksal und versucht dem Ganoven zu helfen. Doch auch er hätte wohl nie im Leben dran gedacht wie sehr sein Leben dadurch aus den Fugen geraten würde. War sein Leben bis jetzt Ruhig, wenn nicht sogar langweilig, voller Anstand, Korrektheit und penibel, ist es nach 2 Wochen nichts mehr davon...

Erster Satz:

Ich hoffe das sie diesen Bericht von Anfang bis Ende fertig lesen werden, denn es ist die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit, und so weiter, Sie kennen den Spruch bestimmt.



Meine Meinung

Titel und Bild des Covers passen super zusammen, man ahnt schon worum es gehen kann oder gar muss und doch hat das ganze eine witzige Note.

Der Schreibstiel ist einfach speziell. Die genial-witzigen Wortkreationen der Autorin, sind immer für ein Schmunzler oder Lacher gut! Aber auch die Unterschiede der Sprachweisen der beiden Herren sind genal voneinander abgehoben und wirkt dennoch nicht übertrieben... vielleicht etwas Klischeehaft aber dennoch genial getroffen. Wer also das Buch in denn Öffis liest, muss wohl  oder übel mit schrägen Blicken rechnen weil man sich das Lachen einfach nicht verkneifen kann ;)

Ich liebe solche Romane. Egal ob sie aus dem Krimi- sind oder Fantasy-Genre kommen, solange sie intelligent sind. Und das ist diese Geschichte eindeutig. Die Story wirklich überhaupt nicht konstruiert, denn sie hätte genau so passieren können! Gut, natürlich ohne den Geist Pascha... na ja, wobei man weiss ja nie ;) Oder dem stocksteifen Pathologen der auf eigene Faust ermittelt... aber sonst, doch. Die Spannung wir gehalten, und das bis zum Ende genau so wie der Witz. Denn manchmal ist es ja schwierig irgendwann nicht ins Langweilige ab zu driften. Aber Jutta Pofijt hat es wirklich genial hin bekommen.

Sascha, alias Pascha, genau so wie der Doc sind genial herausgearbeitet. Man kann die beiden Charaktere genau vor sich sehen. Kann auch die beiden diskrepanzen förmlich spüren, zwischen den beiden Protagonisten. Für jeden muss es fast ne Qual sein dem anderen zu zu gucken, ihn reden zu hören. Ich hab mich auf alle Fälle hervorragend Amüsiert. Könnte ich zeichnen hätte ich die beiden glatt aufs Papier gebracht. Die Autorin hat es geschafft mit wenigen Worten, heisst, ohne gross auf die Beschreibung der Personen einzugehen, ein klares Bild von ihnen zu zeichnen.  



Fazit

  Ein sehr gelungener Auftakt zu einer witzigen und abstrusen Krimi-Serie!