Die Hüter der Schatten
M.Z.B. - Sie kanns besser!

27 März 2012


Erstmal muss ich was klar stellen, sonst vergesse ich es noch. Und zwar ist dieses Buch ein Doppelband. Was mir selber nicht klar war als ich es gekauft habe. An sich nicht schlimm, aber ich denke das muss man wissen. Mir ist es nämlich erst aufgefallen als ich das erste Buch schon fast fertig hatte. Leider ist es vom Titel her wirklich nicht erkennbar. Finde das sehr schade und irritierend.



 Geschichte

1. Buch:
Ich bin Leslie, Ende 20, bin gelernte Psychologin und auf dem Weg mich selbstständig zu machen. Das hat 2 Gründe; 1. Ich musste meinen alten Job an der Schule aufgeben, denn nach dem was mir da passiert ist kann ich da nicht mehr hin. Dort werde ich leider nicht mehr für voll genommen. Aber eigentlich ist es nicht schlimm das ich weg muss aus Sacramento. 2. Ich lebe mit meine Schwester zusammen, sie ist 17 und studierend am Konservatorium, brauchen also mehr Platz. Ich weiss das dies eigentlich eine Flucht ist, aber so lassen sich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. 

* Weg aus Sacramento wo mich die Leute beäugen als wär ich durchgeknallt 
* Neues Heim in Form eines Hauses wär ideal, mit genug Platz für mich und meine Schwester 
* Näher am Konservatorium für Emmely 
*Leute die mich nicht kennen und so auch die ganze Sache nicht mit bekommen haben die da in Sacramento abgelaufen ist. 
 *Und eben, mich selbstständig machen. 

Ja, alles scheint wirklich zu klappen, ich habe für uns ein wunderbares Haus gefunden, nicht nur schön und gross mit wunderschönem Garten, nein, sogar noch unter dem Betrag, der mir dank eines Erbes, zur Verfügung stand. Alles schien sich zum Besten zu wenden, doch weit gefehlt, die Probleme gingen weiter und wurden dazu noch schlimmer... Hätte ich gewusst was mir, oder besser uns, mit dem Haus bevor steht, hätte ich es nicht genommen. Wobei ich inzwischen daran zweifle das ich dem Ganzen hätte entfliehen können. Ich wünsche so was nicht mal meinem Feind... Wer glaubt denn schon an Gespenster, Poltergeister und schwarze Magie?! 

Erster Satz: 

Dünne graue Nebelschwaden zogen über die Strasse; auf den Kuppen der Twin Peaks schienen Wolken zu kauern, und der gewaltige Fernsehturm, der riesenhaft über die Hügel von San Francisco aufragte, wirkte wie ein knietief im Dunst watender Orion. 



2. Buch:
Ich bin Sara und ich hab grade zusammen mit meinem Vater meinen Bruder und meine Mutter Zugrabe getragen. Als wär das nicht schon der schlimmste Tag in meinem, unserem Leben, passierte das unmögliche... Während mein Vater mir auf der Heimfahrt ein Familiengeheimnis anvertrauen wollte gerieten wir in einen Unfall den mein Vater nicht überlebte. Also beerdigte ich in einer Woche meine ganze Familie. Doch manchmal scheint es das Schicksal auch mal gut mit einem zu meinen und während ich erfahre, dass ich wohl bald auf der Strasse sitzen würde, bekomme ich einen Brief an meinen Vater in die Hände, der ihm Mitteilt das er ein Haus von seiner Tante geerbt habe. Da mein Vater jetzt aber eben auch tot ist, geht das Haus wohl an mich. Es scheint als wär es ein Wink des Schicksals und ich packte meinen Sachen um mir das Haus an zu sehen und eventuell da auch zu bleiben. Doch dieses Haus ist ... böse. Nein, nicht das Haus, meine verstorbene Grosstante ist es, und sie ist es auch, die ihre Klauen aus dem Jenseits nach mir austreckt, kann ich dem ganzen noch entfliehen? Oder ist meine Seele zu schwach für eine 300 Jahre alte Hexe die wieder in das Hier und Jetzt eintrerten will?! 


Erster Satz: 

Gerade als der Wagen des Beerdigungsinstitutes den Friedhof verliess, begann es zu regnen, und den ganzen Weg in die Stadt setzten das schwere Prasseln und das stehtige Zischen der Wischblätter einen Kontrapunkt zu meinen eigenen trüben Gedanken. 



Meine Meinung

Der Titel find ich völlig unpassend. Keine Ahnung wie die darauf gekommen sind, denn es sagt weder etwas über die erste noch über die 2 Geschichte was aus. Im Original heisst die erste Geschichte "Das Erbe", das ist jetzt auch nicht so der Knaller und passend aber doch etwas besser, aber wirklich nur etwas, näher dran. Die 2 Erzählung heisst im Original wie auf Deutsch gleich "Hexenhügel". Auch wenn dieser eben nicht auf dem Cover steht und man daher leicht übersehen kann, wie ich es tat, das es 2 Romane in einem Band sind. Ich finde, der Verlag sollte das deklarieren! Das Cover an sich lehnt sich an den ersten Roman an und passt so weit zum Thema. 

Was die Geschichten angeht... Tja, was soll ich sagen, die 3 Sterne sind echt gut gemeint. War hin und her gerissen, während die erste noch knapp 3 Sterne bekommen hat, war die 2 einfach nur schlecht. Mehr als 2 geb ich der dann auch nicht. Beide sind Teil der Claire Moffatt-Trilogie. Der erste Teil wäre übrigens "Die Teufelsanbeter". 

Die Hüter der Schatten: Diese Geschichte fand ich einigermassen spannend, auch wenn sie einige Längen hat, sich hier und da wiederholt, welche mit der Zeit echt nervig waren, aber wenigstens ist es so spannend geblieben das ich erfahren wollte wies ausgeht. Es ist eine Geschichte über Visionen, Geister und schwarzer Magie, leider aber nichts besonderes, vielleicht hab ich mir von der Autorin mehr erhoft nach dem ich damals "Die Nebel von Avalon" gelesen hatte. Aber diese Geschichte ist, wie soll ich sagen... nicht langweilig, aber ich denke noch länger hätte ich wohl nicht durchgehalten. Und der Schluss wahr ... na ja, vorhersehbar. Also ich würde jetzt behaupten, sie kanns besser.  

Hexenhügel: Hier geht es um Sara, eine junge Frau die in einer langen Abfolge von Saras dieser Familie das Erbe antritt. Wenn auch ungewollt. Eigentlich klingt diese Geschichte vielersprechend, doch sie war einfach nur schlecht. Nicht zu letzte wegen all der blöden Klischees die mit dem Hexenkult verbunden werden und hier grosszügig bedient wurden. Ich find es echt schade was sie daraus gemacht hat. Es tut der Geschichte echt nicht gut, oder sagen wir, sie wird nicht besser durch all die Klischees. 

Zu den Protagonisten möchte ich nur folgendes sagen... 

Leslie, sie ist eigentlich eine bodenständige Frau, wenn auch vielleicht etwas neurotisch. Für mich spricht ihre beharrliche Weigerung an übersinnliches zu glauben schon an Dummheit, zu mal sie selber medial veranlagt ist, auch wenn sie sich dagegen sperrt. Eigentlich ist sie mir sehr sympathisch, sie ist offen, herzlich, Pflichtbewusst und fröhlich, doch gehen diese Eigenschaft in der Geschichte und ihrer stetigen Verweigerung und genervt sein unter. Was ich total schade finde, denn manchmal kippt das ganze schon etwas und findet sie einfach nur noch blöd, was aber wirklich nicht faire ist. Auch passt es nicht zu ihrem Charakter dass sie Blind einem Mann verfällt, egal ob er jetzt schwarze Magie anwendet dazu oder nicht. 

 Dann Sara, aus "Hexenhügel", sie ist ebenfalls eine junge Frau, die dem ganzen Hexenzeug und schwarzer Magie hilflos ausgeliefert ist. Diese Geschichte ist noch extremer und daher für mich wirklich schlecht, auch die Charaktere sind hier so oberflächlich das ich nie wirklich einen Zugang zu ihnen bekommen habe. Nicht nur das die Stroy unglaubwürdig klingt, mich hat es fast auf jeder Seite Gennervt wie platt das ganze rüber kommt. Da hilft auch keine Protagonistin die sich gegen all das auflehnt und versucht dem ganzen zu entkommen. 


Fazit

 Eine 3-teilige Serie die man wirklich nicht gelesen haben muss. Und wirklich nur eine sehr gut gemeinte 3 Sterne Bewertung. 


Die Mittwochsbriefe
Wie kann eine 40 jährige Ehe so oberflächlich erzählt werden?

02 März 2012

Geschichte

Ich muss mich erst mal vorstellen, ich war nicht nur ein Stammgast im Bed & Breakfast von Laurel und Jack, sondern ich war auch ein Teil des Inventars und eine gute Freundin der Familie, mein Name ist übrigens A. P. Mir stand es nun zu die traurige Nachricht des Todes den beiden Kindern mit teilen zu müssen. Ich war es auch, die allen anderen Bescheid gegeben hat. Aber was mich die Tage, und natürlich vor allem die Kinder erwartete, hätte ich mir wirklich nicht träumen lassen. Auch wenn ich von den Briefen gewusst hatte. Die Kinder haben sie gefunden und was solche Briefe auslösen können, könnt ihr euch sicher denken, schliesslich waren sie nicht nur einfach Liebesbriefe von Jack an seine Frau sondern auch eine Möglichkeit Erinnerungen fest zu halten. Nur manchmal sind Erinnerungen nicht nur glücklich und schön, sondern sie können auch ein dunkles Familiengeheimnis hüten...

Ob die Drei wohl damit umgehen können? Schaut ihnen doch über die Schulter und lasst euch mit in eine 40 jährige Vergangenheit entführen und erfahrt was auch die bereits erwachsenen Kinder aus den Briefen erfahren werden, und wie sie damit umgehen und welche Veränderungen es bei ihnen bewirken wird...

Erster Satz: 

Kurz nach elf glitt Laurel unter den kastanienbraunen Quilt zu ihrem Mann ins Bett



Meine Meinung

Titel und Cover, beides sehr passend! Da gibs absolut nichts zu meckern und passend zum Thema ist das Cover schlicht gehalten.

Jason F. Wright hat den Text einfach, knapp und schlicht gehalten aber doch viel Gefühl hinein gelegt, auch Humor ist vorhanden, nicht zu viel aber eben auch nicht zu wenig. Ansonsten ist der Schreibstil nichts besonderes.

Die Geschichte hat mir wirklich gefallen, aber mehr auch nicht, ich hab mir etwas mehr erhofft. Das wäre bei knapp 300 Seiten wohl zu viel verlangt gewesen, zu mal auch die Seiten nicht voll ausgenutzt wurden. Daher auch nur 3 Sterne. Ich denke aus dem Leben eines glücklich verheirateten Paares hätte man mehr machen können, zumal Jack, der Ehemann und Vater jeden Mittwoch über all die Jahre einen Brief an seine Frau Laurel geschrieben hat. Dafür das es eine Unmengen an Dokumenten sein müssten haben wir nur wenig erfahren, eigentlich kratzte die ganze Geschichte einfach nur die Oberfläche an, mehr als ein paar Anekdoten erfährt man nicht, zudem musste diese Geschichte mit den Briefen und Rückblenden den Platz mit der Gegenwart teilen. Die 3 Tage in dem die Beerdigung und Abdankung passiert. Aber auch diese Zeit war wichtig um die Charakter zu begreifen. Was mich aber am meisten störte war, das anscheinend Gott alles richtet, und alles gut werden lässt. Aber nicht falsch verstehen, es war sicher eine gute Unterhaltung und es hat mich die Zeit nicht gereut die ich mit dem lesen verbracht habe.

Zu den Geschwistern, sie sind die Protagonisten in dem Buch kann ich folgendes verraten; Malcolm, er ist das schwarze Schaf der Familie, das denkt er sich auf alle Fälle. Er ist der sensibelste aber auch der aufbrausenste der 3 Geschwister.

Sammy, die Schwester steht fest im Leben, auch wenn ihre Ehe gescheitert ist, als Polizistin verdient sie ihren Lebensunterhalt. Sie ist es die eigentlich die Familie zusammen zu halten versucht.

Und Matt, der älteste unter ihnen, steckt grade in eine Ehekrise, doch auch er versucht gegen aussen den Schein zu wahren, leider gelingt ihm das nicht ganz so wie er das will, er ist der unnahbare der 3, doch ganz tief in ihm drin brodeln die Gefühle nur so, aber wenn es dann um Freude geh da platzt es dann aus ihm herraus.

Mir waren alle 3 sehr sympathisch, ich könnte mir gut vorstellen das ich mit denen da auf der Veranda sitze und den Sonnenuntergang geneniessen könnte.