Manche Mädchen müssen sterben
Oder so

24 Juni 2012

Geschichte

Hi, ich bin Elizabeth, aber alle nennen mich nur Liz. Ich wurde grade 18 Jahre und ich bin... tot! Ja, tragisch oder, genau auf meiner Geburtstagsparty komm ich ums Leben doch wie das passiert ist, keine Ahnung, ich weiss nur das ich hier am Pier stehe, auf meinen Leichnam im Wasser schau und völlig verwirrt bin. Grade als ich dachte es kann nicht schlimmer werden triff ich auf Alex, der ein Jahr zuvor ums Leben kam, und der ein völliger Loser ist. Muss ich mich jetzt echt mit dem rum schlagen, bin ich mit meinem Tod nicht schon genug gestraft? Doch Alex denkt alles hat einen Sinn, warum ich hier bin, hier mit ihm und nicht weiter kann, genau wie er. Aber was hat das alles für einen Sinn? Wass muss ich hier denn noch lernen? Was hindert mich daran weiter zu gehen? Das alles raus zu finden ist schwer wenn man sich an fast nichts mehr erinnern kann. Doch Alex meint, je länger ich hier bin je mehr werden die Erinnerungen zurück kehren, er hilft mir das ganze durch zu stehen, wenn auch wiederwillig, dabei kann er ja Froh sein mit mir hier zu sein, im Leben konnte er sich ja nur im Traum vorstellen mit einer wie mir abzuhängen.... Tja, also... dann geh ich mal auf die Suche nach meiner Erinnerung, nach dem Sinn hinter dem Ganzen hier.

Erster Satz:

Es ist kurz nach zwei Uhr nachts.


Meine Meinung

Das Cover ist schlicht gehalten, wenn nicht der Titel schon einen Hinweis darauf geben würde was einem im Buch erwartet, nein, es ist kein Thriller wie manche vielleicht vermuten würden, gäbe es keinen Hinweis drauf. Der Titel sagt schon einiges aus, mehr als zumindest Between. Wobei dieser sicher auch bezeichnend ist, aber wohl für manches stehen könnte.

Die Autorin hat es geschafft sich so auszudrücken wie es wohl ein Teeni in dieser Schicht tun würde. Es ist zumindest sehr glaubwürdig und da der Schreibstil auch sehr flüssig und einfach gehalten ist kommt man schnell in die Geschichte rein und kann sich einfach mit reissen lassen. Das ganze ist in Ich-Form geschrieben und so hat man schnell einen Zugang zur Protagonistin.

Jessica Warman hat mit dieser Geschichte ein Thema aufgegriffen das für viele wohl noch ein Tabuthema ist. Der Tod, das sterben oder das Leben danach, welches für viele wohl erst gar nicht existiert oder je nach Glaube ganz unterschiedlich aussehen kann. Doch das Buch ist nicht traurig, gut, vielleicht verträgt man zum Schluss doch ein paar Taschentücher aber die Geschichte ist nicht wertend, noch moralisch, sondern es geht einfach darum warum Liz nach ihrem Ableben noch hier auf der irdischen Ebene festsitzt. Und dies hat sie wirklich super beschrieben, spannend und das bis zum Schluss. Auch wenn ich schon sehr früh einen Verdacht hatte, der auch bestätigt wurde, bleibt es spannend, denn die verschiedenen Erinnerungen, die sich nach und nach zu einem Ganzen zusammenfügen, passen einfach und sie hat es hervorragend hin bekommen auf zu zeigen das alles miteinander verbunden ist. Auch schafft die Autorin es die verschiedenen Charaktere so gut herauszuarbeiten das man schnell ein Gefühl für sie bekommt und es einfach Spass macht mehr zu erfahren, auch wenn man sich mal gewaltig über jemanden Aufregt, oder Mitleid mit ihm hat, man kann mitleben und mitfühlen und dass macht den Roman unter anderem eben so gut. 

Bei den Protagonisten finden wir eine ganze Clicke. Eine Chlicke von verwöhnten Highschool-Teenis, die dennoch auf irgend eine Weise verwahrlost sind. Es gibt dafür ein schönes Wort "Wohlstandsverwahrlosung". Und jeder der Personen geht anders damit um, doch alle sind sie bis zu einem Grad oberflächlich, doch wenn man etwas tiefer schürft, zwischen den Zeilen liest, merkt man schnell das alle, aber wirklich alle ihre Probleme damit haben. Nur tritt dies auf verschiedene Weise ans Tageslicht.

Liz, Alex, Joise und Richi sind wohl die Hauptpersonen in dieser Geschichte und sind mir fast alle ans Herz gewachsen, bis auf einer der 4.

Meine Lieblingstelle:

Seit meinem Tod haben viele Leute Bemerkungen darüber gemacht, was ich wohl für sie wollen würde. Häufig lagen sie falsch damit. Doch Dad und Richi haben recht. Alles, was ich möchte, ist, dass sie leben. Dass sie mit dem Wissen weitermachen, das jeder Augenblick kostbar ist; das jeder Tag ein Segen ist. Dass sie das Leben als das sehen, was es in Wahrheit ist: eine endlose Reihe von Möglichkeiten, nicht bloss für grossen Kummer, sondern auch für grosse Freude.


Mein Fazit

 Eine wirklich wunderschöne Geschichte über das Sterben und das Leben danach. Über den Sinn des Lebens, das Loslassens und Vergeben.


Mit der Geburt beginnt das sterben...

21 Juni 2012

... bei machen viel zu früh, bei anderen dauert es viel länger und haben nicht nur ein halbes, sondern ein ganzes Leben hier verbracht.

Vorletztes Jahr habe ich ein ergreifendes Buch lesen können, und zwar das Buch von Judith End, sie Erkrankte mit 25 an Brustkrebs und schrieb all ihre Gefühle, ihre Gedanken und den Alltag auf. Den Alltag als alleinerziehende Mutter einer 4 jährigen Tochter, als Studentin die trotz allem ihr Studium beenden will, als Schwester und Tochter. Das Buch nimmt uns mit durch all die Höhen und Tiefen. Das Buch: Sterben kommt nicht in frage, Mama!, hat mich zu tiefst berührt, nicht nur weil ich das ganze aus nächster Nähe mit bekommen habe, da meine Mutter auch schon sehr jung an Krebs erkrankte und 7 Jahre später dann mit 33 verstarb, sondern weil Judith End in ihrem Bericht einfach authentisch war. Nichts wurde schön geredet, keine Tabus ausgelassen, ein Leben mit Krebs ist nicht schön, nicht leicht und keine einfach Sache die man eben schnell übersteht. Man ist nicht immer stark, auch wenn man es eigentlich will, auch wenn es nur für das eigene Kind ist, für die Eltern die man schonen möchte oder weil man keinen Bock auf Mitleid hat, nein, man ist schwach, wütend, fies, verzweifeld und traurig. Und es ist toll, wenn man am Ende über den Krebs siegt. 

Hier noch mein Interview mit Judith End.

Es ging auch eine ganze Weile gut, doch der Krebs kam letzten November zurück, in Form von einem Gebärmutterhalskrebs. Ein neuer Kampf hat begonnen. Inzwischen ist sie 30 und die Tochter 8. Neue Ängste kamen auf sie zu, Gedanken und Fragen überkommen sie, was bringt die Zukunft, mit oder sogar ohne Mich, was wird sein mit meiner Tochter, werde ich sie aufwachsen sehen? Und vieles mehr was ich mich nicht immer wieder fragen mag. Denn genau diese Fragen und Gedanken quälten meine Mutter, doch mitteilen konnte sie sie nicht. 

Judith End hat leider diesesen Kampf am 20. Juni mit 31 Jahren verloren.

Sie hinterlässt eine 9 jährige Tochter, ihren kurz vor dem Tod geehlichten Freund Felix, ihre 2 Schwestern und ihre Eltern, aber auch Freunde.

Ich wünsche Judith End alles Gute wo immer sie jetzt ist, viel Kraft für die betroffenden und ihrer Tochter ganz im speziellen, viele liebe Menschen die ihr durch diese schwere Zeit helfen.

Mein herzliches Beileid




Der Ruf des Satyrs
Wenn in der Vollmondnacht der Ruf ertönt

18 Juni 2012

Geschichte

Ich bin Satyr, Dane Satyr, und ich bin das im wahrsten Sinn des Wortes. Ich bin ein Naturgeist aus der Anderwelt und kein Fabelwesen aus Mythen und Legenden, ich bin Fleisch und Blut. Ich bin in diese Welt hinüber gegangen um meinen vermissten Bruder zu suchen. Mit meinen Brüdern bewirtschafte ich zu dem den alten Olivenhain der seit Jahrhunderten im Besitz der Familie Satyr ist, doch auf meiner Suche nach meinem Bruder treffe ich ebenfalls auf die schönste, geheimnisvollste Frau die mir je begegnet ist und ich weiss, ich will sie. Ich will mit ihr nicht nur das Ritual des Mondes vollziehen.

Doch ein dunkles Geheimnis liegt auf mir... ich werde verrückt... Ob mich eine Frau so überhaupt will?

Ich bin Eva, Eva Delacorte, und ich bin ein noch nie da gewesenes Wesen. Nein, ich kann es nicht verraten denn sonst würde man mich jagen und wieder in die Anderwelt verfrachten. Und vielleicht mit mir Experimente durch führen, doch ich will nur eins, sicher sein, ein lieben Mann finden mit dem ich alles, auch meine sexuellen Bedürfnisse befriedigen kann ohne ihn mit einem Zauber belegen zu müssen. Ich bin jetzt Anfang 20 und hab das Bett noch nie mit einem Mann geteilt der mein Geheimnis kennt, mich befriedigen kann und der alles so mit macht wie ich es brauche, denn der Ruf des Mondes ist so mächtig! Während ich für andere die Ehevermitlerin mache, finde ich nicht den Richtigen für mich, doch einer will mich, doch ich will ihn nicht! Was soll ich tun? Ich muss ein Mensch heiraten um meine Sicherheit zu gewährleisten, denn es sind noch andere von mit Abhängig.

Erster Satz: 

In den vergangenen Jahrhunderten lebten die Herren von Satyr im verborgenen über ganz Europa verstreut hüteten die alten Weinberge des Weingottes Bacchus. 




Meine Meinung

Der Titel passt sehr gut. Ich find ihn sogar besser als das Original, welcher einfach auf den Protagonisten hinweist "Dane". Das Cover passt zum erotischen Genre, wobei mir der Typ zu süss, zu glatt, zu wenig animalisch ist, für dass das er ein Satyr darstellen soll. Aber dennoch für eine andere Zielgruppe sicher hübsch anzusehen ;)
Elizabeth Amber schreibt locker und flüssig. Die Geschichte ist in der ICH-Form geschrieben und das abwechslungsweise. Die erotischen Szenen sind nicht zu billig wenn auch manchmal etwas zu klischeehaft. Und doch macht es Spass zu lesen, sich etwas verführen zu lassen und nicht nur in die Landschaft einzutauchen die sie wirklich zu beschreiben weiss.

Die Geschichte ist ziemlich komplex, denn es hat 3 Handlungstränge. Und doch schafft es die Autorin diese ohne Verwirrung zusammen zu führen.

Die Geschichte um Dane Sartyr ist eine verzwickte, nicht nur weil es um sein verlorenen Bruder geht sondern er hat Angst verrückt zu werden, muss er seinen Körper mit noch einem anderen Mann teilen, der immer dann die Kontrolle über ihn übernimmt wenn es am schönsten wird. Der Kampf zwischen den beiden wird gut darstellt und mit der Zeit löst sich das Rätsel auf.

Auch die um Eva ist interessant, welche dann mit der von Satyr verschmilzt

Die Autorin lässt die Personen sehr plastisch erscheinen, und durch die ICH-Form schreibweise kommt man sehr nahe an die Charaktere heran, man mag sie oder eben nicht und man fühlt mit. Könnte ich zeichnen würde es mir alles andere als schwer fallen zu jedem Charakter ein Bild zu mahlen. 

Fazit

 Im Gross und Ganzen eine fantastisch, erotischprickelnde Geschichte für zwischen durch!


Zu guter letzt bedanke ich mich noch beim Knaur-Verlag für dieses Rezensions-Exemplar.


Band 1: Der Kuss des Satyrs
Band 2: Die Nacht des Satyrs
Band 3:
Die Braut des Satyrs

Band 4: Der Traum des Satyrs
Band 5: Der Ruf des Satyrs   
Band 6: Das Herz des Satyrs
Band 7:
Letzter Teil (leider erscheint er nur als eBook, zur Zeit wenigstens so viel mir bekannt ist. )