Das Schottische Vermächtnis
Die Erinnerungen einer Anderen

22 Januar 2014


Geschichte


Ich bin Carrie und bin Autorin. Und ich schreibe an einem neuen Roman, doch irgendwie steck ich da fest, also dachte ich, ich nehme mir eine kurze Auszeit und besuche meine Freundin und Verlegerin in Schottland. Da fühle ich mich immer sehr wohl. Doch kaum da angekommen versälbständigt sich mein Roman. Ist das alles nur reine Inspiration? Schliesslich befinde ich mich in dem Land um die sich meine Geschichte dreht. Nur 300 Jahre später. Kann es sein das mich der Ort einfach deswegen so gefangen nicht? Oder steckt da doch mehr dahinter? So oder so, ich werde in Frankreich meine Zelte abbrechen und sicher mal für die Zeit des schreibens in Schottland bleiben. Und nicht nur weil die Stimme einer Fremden Frau mich gefangen nimmt und neugierig macht... 

Was will diese mir sagen? Von wem ist diese Stimme? Wird sie mir helfen meinen Roman voran zu bringen?


Erster Satz: 

Es war kein Zufall.


Meine Meinung


Der deutsche Titel passt genau so gut wie der Originale, aber das Cover gefällt mir im Original viel besser, aber ich habe da ein ganz anderes Bild im Kopf, warum nicht ein Schloss an der Steilküste von Schottland? Oder einfach ein Bild der rauhen Brandung im Winter? Das hätte so viel besser gepasst! Oder den Blick aufs weite Mehr mit einem Schiff am Horizont?

Was den Schreibstil betrifft, ist er wie gewohnt flüssig und leicht zu lesen. Die Story hat auch hier wieder kein Aufbau sondern beginnt gleich, so das man direkt in das Geschehen eintreten kann und nicht lange lesen muss bis endlich mal was passiert, was mir persönlich ja sehr gut gefällt. Die einen mögen bemängeln das alle Bücher von Susanna Kearsley gleich sind, so nach dem Motto "Hast eins gelesen, hast du alle gelesen". Bis zu zu einem gewissen Grad stimmt das zwar, es sind immer weibliche Protagonistinnen welche sich irgendwie mit der Vergangenheit verbinden, es sind immer mysterie Romane mit historischem Hintergrund. Und es geht immer um Liebe... Das mag den einen sicher langweilig vorkommen, aber ich finde das ok. Das tut den Romanen keinen  Abbruch. Da die Autorin immer gut recherchirt was den historischen Hintergrund angeht, entstehen doch immer wieder ganz eigene Geschichten. 

Die Geschichte selber fand ich wirklich wieder super. Ich mag nicht nur den Schreibstil sondern eben auch den Mix der Genres. Und auch dieses mal wieder hat sie eine Protagonistin geschaffen die einem sehr schnell ans Herz wächst. Jung, erfolgreich, selbstbewusst und offen. 

Carrie ist Autorin und schreibt grade an einem neuen Roman, sie will die Zeit der schottischen Geschichte um 1708 unter die Lupe nehmen. Und zwar ging es da um die Rückkehr von King James, der mit seiner Familie im Exil in Frankreit weilt. Doch die Schotten möchten in wieder auf ihrem Thron sehen den sie sind ja mit England nicht gut Freund. Doch in Frankreich, wo Carrie zum Roman recherchiert und von da aus auch schreiben will, will es einfach nicht so klappen und so will sie ihre Verlegerin und Freundin in Schottland besuchen. Als sie da ankam merkte sie, das es ihr viel besser passt, sie fühlt sich sofort inspiriert und entscheidet ganz spontan das sie nicht mehr in Frankreich, sondern in Schottland weiter schreiben möchte. Und so kann sie schon kurz darauf ein Cottage an der Küste begutachten. Als sie eintrat wars eigentlich schon entschieden, sie will das Cottage mieten. Doch plötzlich vernimmt sie eine weibliche Stimme... Wer mag das wohl sein? Nun ist es entgültig sicher, sie muss das Häusschen mieten , hier wird sich ihr Roman sicher bestens entwickeln... Wie gut allerdings wusste sie zu dem Zeitpunkt wohl nicht ;) 

Das es nicht zu trocken wird, kommt natürlich noch die Liebe mit ins Spiel. Für mich völlig ok. 

Das ich ein Fan von Susanne Kearsley bin, muss ich wohl nicht extra betonen, aber ich freu mich auf weitere Romane von ihr. 

Wer also historisches mag, oder Diana Gabaldon gerne gelesen hat, dem kann ich die Romane von ihr wirklich ans Herz legen. Sie versprechen kurzweiliges Lesevergnügen. Im Sommer wie auch im Winter ;)

 

Fazit

hostorisch, romantisch, spannend


Er nannte mich Fräulein Gaga
Wenn Macken den Partner nerven

18 Januar 2014




Thema


Sandra Winkler ist eine ganz normale Frau, denk sie. Doch als ihr Mann ihr, nach einer stressigen Fahrt zum Flughafen, eine SMS schrieb, sie solle sich mal über ihre Macken Gedanken machen, kommt sie doch ins grübeln und wird unsicher. Aber für was hat man denn Beste Freundinnen? Genau, um sich auszuheulen, sich trösten zu lassen und sich Unterstützung zu hohlen, doch was wenn auch diese da nicht ganz das sagen was sie sich erhoffen? Genau... das muss eben Sandra Winkler bitter erfahren und entschliesst sich dann ihren Macken an den Kragen zu gehen...


Meine Meinung


Das Cover find ich jetzt nicht der Reisser. Aber was hätte man an Stelle dieses langweiligen Covers sonst nehmen können? Eine Coutch? Warum nicht... Aber was sollst, das Cover ist nicht das wichtigste an einem Buch, bei mir auf alle Fälle nicht. Der Titel sagt aus um was es geht... das ist alles und das reicht ja hier auch. 

Zum Thema, ich fand es wirklich sehr spannend, denn wer von uns hat nicht auch schon seine lieben Macken, Marotten, Ticks...? Eben, wer im Glashaus sitz sollte nicht mit Steinen werfen ;)! Doch je länger ich das Buch las je mehr muss ich sagen, das was Frau Winkler da von sich erzählt, sind mehr als nur Marotten, das sind Zwänge und Phobien. Erst dachte ich, man was ist denn das bitte für ein Mann der seine Freundin ein Ultimatum stellt wegen den Marotten?! Hallo? Doch nach und nach bekam ich dann doch ein Einblick um was es sich da handelt und ich kann mir wirklich sehr gut vorstellen das diese "Macken" wie sie die Autorin nennt, dem Partner ganz schön auf den Sa.... die Nerven gehen können. Erst findet man es vielleicht lustig, dann etwas seltsam und irgendwann nervt es sicher nur noch. Oder es tut einem leid wenn der andere so Leidet, wie zum Beispiel beim Autofahren, da bekommt Frau Winkler jedes mal, wenn sie fahren sollte, einen kleinen Nervenzusammenbuch. Dann kommt noch der Ordnungzwang hinzu, dann das notorische 15 Minuten zu spät zu Verabredungen zu kommen... 

Auf alle Fälle hab ich etwas mehr erwartet aber wenn man sich die Zeit anschaut, die sich die Autorin genommen hat, 111 Tage, um ihre Macken in den Griff zu bekommen, kann das Buch nur oberflächlich sein. Oberflächlich in dem Sinne das sie den einzelnen Therapien zu wenig Zeit geben konnte um auch zu helfen. Ich mein so viel wie sie Ausprobiert hat kann man ja nicht wirklich von einer Therapie reden. Manchmal brauchen tief sitzende Muster einfach länger als 3 Monate um geknackt zu werden. Sie ging dem entsprechend auch wenig auf die einzelnen Therapien ein, auch wenn sie kurz, knackig und witzig jede kurz erklärt. Also was Konfrontations- oder auch Hypnosetherapie ist.

Gedanken wie, muss man denn jede Macke Therapieren? Wieso hab ich diese Macken oder eben Zwänge entwickelt, diese Gedanken kommen in dem Buch viel zu kurz, denn sie hat auch dafür zu wenig Zeit denn sie will das alles bis zur Rückkehr ihres Freundes im Griff haben. Das nicht alles so läuft wie sie sich das vorstellt oder sie das will ist klar, dennoch blieb sie dran und gab nicht auf und als Erfolg ist sie nun am Schluss im Stande wieder Auto zu fahren und zu spät ist sie auch nicht mehr!! Respekt. Unter Zeitdruck würde mir das persönlich kaum gelingen. Aber was ist mit den anderen Macken wie , Quittungen auf Kannte falten zu müssen? Oder die Fussmatten im Hausflur zu begnadigen? Die Post jeden Morgen auf Arbeit nach Grösse zu sortieren oder oder oder? Und vor allem... was ist mit dem Freund? Was ist mit dem Ultimatum? Was mit der Beziehung? 

Fazit


Witzig aber zu oberflächlich.


Ich bedanke mich beim Fischer Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionexemplar.



Mein Erfolg bei der Challenge von Herzbücher.

08 Januar 2014



Auch dieses Jahr hab ich an der Challenge von Herzbücher mitgemacht. Und ich bin auch wieder mal aufs neue Überrascht wie viele deutschsprachige Autoren doch durch meine Finger gehen. 

Zwar hab ich nicht alle Buchstaben geschafft, dafür den ein oder anderen mehr mals :D Hier also mein Ergebnis dazu.
A
C
D
E
F - Feige, Marcel - Kalte Haut
F - Fröhling, Heike - Mutterfeuer
F - Fitzek, Sebastian - Der Augensammler
F - Flory, Jacqueline - Das Tier ohne Rücken 
G - Grunwald, Maik - Vom Glück mit Katzen zu wohnen
H
I - Ilisch, Maja- Das Puppenzimmer
J
K - Keil, Simone - Corvidae
K- Krist, Martin - Die Mädchenwiese
L - Lay, Laura - Das Geheimnis der Flamingofrau
L - Link, Charlotte - Am Ende des Schweigens
M - Müller, Franziska K. - Platzspitzbaby
N
O
P - Panian, Rebecca - Zu Ende denken
Q
R - Roth, Michael - Schmetterlingspoesie 1&2
S - Safier, David - Mieses Karma
U
V
W - Winterfeld, Daniela - Der geheime Name

Man muss wohl noch anfügend as ich dieses jahr nicht so viel Bücher gelesen habe wie erhofft nämlich 32. Also sind die 19 über die Hälfte :D

Total Bücher: 19

X
Y
Z

Die lange Erde #1
Gibt es sie? Die Multiversen ?

06 Januar 2014



Geschichte

Wir schreiben das Jahr 2015, und nichts ist mehr so wie es war. Denn heute tauchte im Netz ein Bauplan auf um ein sich ein mysteriöses Teil zu bauen, welches sich "Der Wechsler" nennt. Dieses Kästchen, das mehr als nur simpel ist wird durch eine Batterie aus einer Kartoffel betrieben, soll jedem Menschen ermöglichen ztu wechseln. Du fragst dich jetzt sicher wohin zu wechseln?! Das ist eine berechtigte Frage denn davon wussten bis jetzt nur gaaaanz wenige Menschen... Aber nun ist es nahe zu jedem Möglich auf eine andere Erde zu wechseln, denn unser Universum besteht aus tausenden, wenn nicht gar millionen von Erden!! Doch, wenn ich es doch sage! Das wird alles, auch uns Menschen total verändern... es tun sich so unglaublich viele Möglichkeiten auf. Und so viel neues zu entdecken. 

Auf ins Abenteuer! 

Erster Satz:

Auf einer Waldlichtung: Als Schütze Percy erwachte, zwitscherten Vögel.



  Meine Meinung

Das Cover ist nach dem neuen Design des Manhatten Verlags gestaltet, so wie nach und nach auch die Scheibenwelt-Romane neu überarbeitet werden und die neuen kommen eh auch in diesem Stil raus. Das Cover zur Langen Erde gefällt mir wirklich gut... es zeigt eine von vielen, noch weitgehend unbewohnten Erden. Der Titel mag vielleicht etwas verwirrend sein aber auch im Original heisst das Buch so.

Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen, aber so gar nicht Terry Pratchett like. Ausser ein paar wenige Stellen wo sein Humor doch durch kommt und zwar vor allem beim Lobasang. Ansonsten ist die Sprache eher nüchtern, find ich. Da drückt wohl eher Baxters Schreibstil durch. 

Auch die Geschichte ist nicht mit den Scheibenwelt-Romane zu vergleichen. Es ist kein Fantasy-Roman sondern es ist Sci-Fi. Man sollte schon offen sein und nicht voreingenommen an den Roman heran gehen, denn als Pratchett Fan könnte man durchaus enttäuscht werden. Was dem Buch gegenüber, und auch den Autoren, nicht fair wäre. 

Die Story ist eigentlich ganz interessant, was wenn jemand rausfinden würde wie man durchs Multiversum switschen kann? So, wie man sich das mit einer Zeitmaschine vorstellt? Wenn plötzlich tausende oder gar Millionen möglicher Erden vor uns liegen, jede jeweils nur einen Schritt von der vorhergehenden entfernt? Ja, was würde passieren? Vieles hätte sich Knall auf Fall gelöst! Zum Beispiel die Überbevölkerung, die immer knapper werdenden Ressourcen. Doch es würden wohl auch neue Probleme entstehen... Wie würde der Mensch mit der neuen Situation umgehen? Hat er aus der Vergangenheit gelernt, oder wird er sie noch weiter ausbreiten und weiter Muttererde ausbäuten? 

Mal davon abgesehen, was erwartet uns auf den anderen Erden? Sie wird kaum das selbe Gesicht haben? Es wird wie früher Pioniere geben die sich zusammen tun um neue Welten zu entdecken und sie für andere Uhrbar zu machen. 

Lobsang, eine künstliche Intelligenz tut sich mit Joshua, einem einzelgängerischen, natürlichen Wechsler zusammen um sich auf eine Expedition zu machen. Er will mit ihm zusammen heraus finden wie weit Die lange Erde reicht. Was auf diesen zu finden ist, vielleicht neue Lebensformen? Klar, und hoffentlich auf anderes intelligentes Leben!

So so machen sie sich mit einem Luftschiff auf den Weg, stellen sich dem Abenteuer und finden nach und nach heraus was es mit dem Multiversum auf sich hat. 

Hat es denn überhaupt mal eine Ende?

Die Protagonisten sind mit zu flach, egal ob es sich um Lobsang oder Joshua handelt. Und der Plot ist zwar interessant, doch wirkendwie konnte mich dann die Ausarbeitung nicht wirklich überzeugen. Man hat sich zu wenig Zeit genommen für die einzelnen Erden, und dazu sind sie viel zu gleich. Man hat den Spielraum nicht ausgenutzt sondern reist im Seitentakt, fast, durch die vielen Welten. Wirklich viel neues passiert nicht. Und das ist überraus schade! Was passiert mit den Siedlern, wie gehen die mit der Natur um, wie kommen sie zurecht? Oder was passiert wirtschaftlich gesehen auf der "Datum Erde"? Auf all das wird kaum eingegangen, aber das wäre doch genau das spannende gewesen, denn es hat 100% Auswirkungen auf die Ausgangserde! Allein schon Wirtschaftlich gesehen. 

Man hätte wirklich mehr drauf machen müssen, und ehrlich, mehr als 3 gut gemeinte Herzen gibts nun wirklich nicht. Bin froh hab ich mit das eBook nur ausgeliehen. 



Fazit

Kann man lesen, muss man aber nicht!